Marokko Road Trip: Marrakesch – Hoher Atlas – Sahara – Teil 2 / Morocco Road Trip: Marrakech – High Atlas – Sahara – Part 2

Nach dem ersten beeindruckenden Tag unseres Roadtrips wachten wir vom Gezwitscher der Vögel des großen Gartens auf. Die Morgensonne tauchte die Gebäude des Hotels und des daneben gelegenen alten Gebäudes in ein warmes Licht, was dazu führte, dass wir noch vor dem ersten Kaffee mit der Kamera unterwegs waren. Das leckere Frühstück gab es dann in der Sonne am Pool. Es war einfach köstlich – lauter feine marokkanische Kleinigkeiten. Hier haben wir auch das erste Mal Amlou gegessen – das marokkanische Nutella, wie meine marokkanische Kollegin Karima immer so gerne sagt und was wir seitdem in großen Mengen essen und inzwischen auch selber machen. Das Rezept dazu stellen wir dnn demnächst mal auf den Blog.

After the first impressive day of our road trip, we woke up to the chirping of all the birds in the big garden. The morning sun coloured the buildings of the hotel and the old building next to it with a warm light, which meant that we were on tour with the camera before our first coffee. After that, we had a delicious breakfast in the sun by the pool. It was delicious – all fine Moroccan specialties. This is also where we ate Amlou for the first time – the Nutella of Morocco, as my moroccan colleague Karima always likes to say and what we have been eating in large quantities since then and meanwhile doing it ourselves. The recipe for this we will soon be on the blog.

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Nach dem Frühstück wartete schon Hassan auf uns – diesmal im Outfit der Wüste, also mit Gandoura und Turban.

After breakfast, Hassan was already waiting for us – this time in the outfit of the desert, so with Gandoura and Turban.

Hassan

Wir fuhren weiter auf der Straße der 1000 Kasbahs – wieder durch kleine Berberdörfer und -städte und durchquerten die Kleinstadt El-Kelâa M’Gouna und das Rose Valley. Hier werden Wildrosen für Kosmetik, Rosenwasser, Seifen und Potporries etc. gezüchtet und sie riechen einfach wunderbar. Ca. 3000 bis 4000 Tonnen Wildrosen werden hier geerntet. Hassan hielt am Straßenrand und kaufte für uns ein paar Rosenblüten – aufgefädelt auf einem Draht. Wir hängten sie ins Auto und genossen den gesamten restlichen Urlaub ihren Duft. Inzwischen sind wir zuhause und die Rosen sind in einem schönen Glas … und riechen immer noch wunderbar.

We continued on the road of the 1000 Kasbahs – again through small Berber villages and towns and crossed the small town El-Kelâa M’Gouna and the Rose Valley. Here, wild roses are bred for cosmetics, rose water, soaps and potpourri, etc. and they just smell wonderful. Approximately 3000 to 4000 tons of wild roses are harvested here. Hassan stopped by the roadside and bought some rose petals for us – threaded on a wire. We put her in the car and enjoyed the rest of the holiday her fragrance. Meanwhile, we are at home and the roses are in a beautiful glass … and still smell wonderful.

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Irgendwann bog Hassan völlig unvermittelt nach rechts ab um offroad durch die Landschaft zu sausen. Wir hielten an eine platz, an dem Nomaden mit ihren Tieren gelebt hatten. Hier gab es ausgebaute Höhlen für die Menschen und mit Steinen umzäunte Bereiche für die Tiere. Dazwischen sauste eine Agame durch die Gegend.

At some point, Hassan suddenly turned right to whiz off-road through the countryside. We stopped at a place where nomads lived with their animals. Here there were built caves for the people and with stones fenced areas for the animals. In between, an agame whizzed around.

Anschließend fuhren wir weiter Richtung Todra Schlucht und hielten in an einem atemberaubenden Aussichtspunkt in Tinghir mit Blick auf die Oase. Eine der schönsten Ausblicke dieser Reise auf saftiges Grün der Palmen und Gärten vor den Brauntönen des Atlasgebirges. Von dort aus fuhren wir in die ca. 15 km entfernte Todra Schlucht.

Then we drove on towards Todra Gorge and stopped in at a breathtaking vantage point in Tinghir overlooking the oasis. One of the most beautiful views of this journey on lush green of the palms and gardens against the brown tones of the Atlas Mountains. From there we drove to the about 15 km distant Todra Gorge.

Tinghir

In der Todra Schlucht wurden wir von Hassan am Eingang abgesetzt und liefen direkt am Wasser des kleinen Flusses in die Schlucht hinein. Rechts und links ragten die ca. 300 Meter hohen steilen Bergwände auf. Die Todra Schlucht ist zwar nicht die größte Schlucht, die wir je gesehen haben, aber sie ist trotzdem sehr beeindruckend. Die Farbe des Gesteins leuchtet ein wenig rosa, wenn das Sonnenlicht darauf scheint. Am Flussufer saßen Frauen und wuschen Wäsche im eiskalten Flusswasser. Eigentlich ein sehr friedlicher Ort, wenn die Touristenbusse nicht gewesen wären. Aber… dafür kann dieser friedliche Ort ja nichts.

In the Todra Gorge we were dropped off by Hassan at the entrance and walked into the gorge right at the water of the small river. Right and left, the approximately 300-meter-high steep mountain walls loomed up. Although Todra Gorge is not the largest gorge we have ever seen, but it is still very impressive. The color of the rock shines a little pink when the sunlight shines on it. On the riverbank, women sat and washed clothes in the ice-cold river water. Actually a very peaceful place, if there were no Tourist busses. But … this peaceful place does not matter for this.

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Nach dem kleinen Spaziergang in die Schlucht hinein und zum Parkplatz, auf dem Hassan auf uns wartete, fuhren wir zurück Richtung Tinghir, um im sehr schönen Riad Bab Todra Mittagspause zu machen. Es gab (wie so öfters 🙂 ) unsere beiden Lieblings-Tajinen – Hühnchen mit Zitrone und Oliven und Kebab Tajine. Beides war sehr lecker und der Ausblick auf die Landschaft und in den (noch) blauen Himmel bescherten uns eine wunderschöne Pause.

After a short walk into the gorge and to the parking lot where Hassan was waiting for us. We drove back to Tinghir to have lunch in the very beautiful Riad Bab Todra. There were (as so often 🙂 ) our two favorite tajines – chicken with lemon and olives and kebab tagine. Both were very tasty and the view of the landscape and in the (still) blue sky gave us a wonderful break.

Unsere beiden Lieblings-Tajinen – Hühnchen mit Zitrone und Oliven und Kebab Tajine / Our favourite Tajines – chicken with lemon and olives and kebab tagine

Danach fuhren wir weiter – immer entlang des Hohen Atlas – in Richtung auf die kleine Stadt Erfourd. Rechts und links wurde die Landschaft nach und nach immer karger, aber trotzdem gab es immer wieder viel zu sehen. Wir fuhren vorbei an Minen, in denen Bodenschätze abgebaut werden, unserer ersten Kamelherde auf dieser Reise und vielen kleinen Dörfern und Städtchen.

Then we drove on – always along the High Atlas – towards the small town of Erfourd. On the right and on the left the landscape became progressively barren, but still there was always plenty to see. We drove past mines where minerals are mined, our first herd of camels on this trip and many small villages and towns.

Ich liebe Baby-Kamele / I love baby camels

In einem kleinen Städtchen kauften wir dann noch 2 handgemachte Berberschals und ich eine Gandoura – ja, in pink 🙂 – musste sein. Vorher wurden wir erst mal etwas eingekleidet und machten ein paar lustige Fotos und lachten wirklich sehr viel.

In a small town we bought 2 handmade Berber scarves and me a Gandoura – yes … in pink 🙂 . Before we said good bye we were first fitted in and took some funny photos and laughed really much.

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Als wir durch Erfourd durchgefahren waren, begann langsam sich der Horizont zu verändern und dann waren die ersten Sanddünen in Sichtweite. Sie begannen einfach aus dem Nichts heraus und erhoben sich hoch in den Himmel. Und apropos Himmel – der wurde in unserem Rücken immer dunkler und dunkler und über dem Hohen Atlas grollten die ersten Gewitterwolken.

As we drove through Erfourd, the horizon began to slowly change and then the first sand dunes were in sight. They just started out of nowhere and rose high in the sky. And in the sky – it became darker and darker in our backs and over the High Atlas the first storm clouds rumbled.

Die ersten Dünen / The first dunes

Auf der Höhe von Merzouga bogen wir wieder ab, um zu einem kleinen See zu fahren, an dem wir Störche, Flamingos, Gänse und viele weitere Wasservögel sehen konnten.

At the top of Merzouga we turned off again to drive to a small lake, where we could see storks, flamingos, geese and many other waterfowl.

Flamingos in der Wüste / Flamingos in the desert

Von diesem kleinen See dauerte es nicht mehr so lange, bis wir in die Sanddünen der Sahara abbogen und Hassan uns zum ersten Mal ein Offroad-Erlebnis im Wüstensand erleben ließ. Es macht so Spaß, die Dünen hinauf und hinter zu sausen. Ein völlig neues Fahrgefühl.

It did not take much longer for this little lake to turn into the sand dunes of the Sahara and Hassan let us experience for the first time an off-road drive in the desert sands. It’s so much fun to fly up and down the dunes. A completely new driving experience.

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Zwischendurch gab es immer auch wieder Bereiche ohne Sanddünen und so fuhren wir auf teilweise schwarzen Gestein immer weiter in die Wüste hinein. 

In between, there were always areas without sand dunes and so we drove on partly black rock into the desert.

Sahara

Und dann kam unser Desert Luxury Camp endlich in Sicht, das auf Felsen lag und dahinter erstreckte sich die Unendlichkeit der Sahara.Hier setzte Hassan uns ab und wir sehr herzlich mit einem Minztee und Süßigkeiten empfangen wurden.

And then our Desert Luxury Camp finally came into view, which lay on rocks and beyond the infinity of the Sahara stretched. Here Hassan set us down and we were warmly welcomed with a mint tea and sweets.

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Danach wurden wir in unser Zelt geführt und waren erst mal völlig sprachlos über einen solchen Luxus mitten in der Sahara. Der Boden war mit weichen Teppichen ausgelegt, das Bett riesig, Es gab Sessel und ein separates Bad mit Dusche – und – seit heute eine mobile Klimaanlage. Ok, die wollten wir erst gar nicht in Betrieb nehmen, aber, es gab Moment, in denen wir dann doch sehr dankbar dafür waren, dass sie da war.

Then we were led into our tent and were completely speechless about such a luxury in the middle of the Sahara. The floor was laid out with soft carpets, the bed was huge, There were armchairs and a separate bathroom with shower – and – since today a mobile air conditioner. Ok, we did not want to put them into operation at first, but there was a moment when we were very grateful that it was there.

Desert Luxury Camp

Wir warfen unsere Sachen ab, packten die Kameras und liefen sofort in die Wüste hinein. Nach ein paar Metern und über ein paar Dünen drüber und man hörte nichts mehr, außer dem Wind und man sah auch nur noch Sand und ein paar alte Bäume. Diese Stille ist das, weshalb ich in die Wüste wollte. Ich durfte das als Jugendliche mit meinen Eltern in Ägypten und in Israel schon mal erleben und es hat mich tief beeindruckt.

Fasziniert machten wir die ersten Fotos, die aufgrund der aufziehenden Wolken, nicht so schön waren, da der Kontrast fehlte. Und dann sahen wir diese große rot-gelbe Wand, die sich hinter dem Camp so langsam aufbaute. Eindeutig ein Sandsturm und wir liefen schnell zurück ins Camp, wo wir schon erwartet wurden. Schnell wurde das Zelt sandsicher gemacht und wir bekamen mit den neu gekauften Schals einen Turban gebunden, der uns gegen den Sand schütze und das Atmen einfacher machte.

We threw our things off, grabbed the cameras and immediately ran into the desert. After a few meters and over a few dunes over it and you could hear nothing, except the wind and you could only see sand and a few old trees. This silence is why I wanted to go to the desert. I was able to experience this as a teenager with my parents in Egypt and Israel and it impressed me deeply.

Fascinated we made the first photos, which were not so nice because of the gathering clouds, because the contrast was missing. And then we saw that big red-yellow wall that was slowly building up behind the camp. Clearly a sandstorm and we ran quickly back to the camp, where we were already expected. Quickly, the tent was sand-proofed and we got tied with the newly purchased scarves a turban, which protects us against the sand and made breathing easier.

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Im Zelt verstauten wir dann erst mal schnell die Technik in staubsichere Beutel und legten uns aufs Bett und lauschten dem Sturm, der an unserem Zelt rüttelte und alles zum Schwanken brachte. Der Sturm wütete inzwischen mit einem Gewitter über das Camp und wirbelte so viel Staub auf, dass wir froh waren, durch die Schals atmen zu dürfen. Allerdings war es auch so heiß im Zelt, dass wir langsam uns auflösten. Dann wurden wir jedoch erlöst, weil wir Besuch bekamen, der uns netterweise die Klimaanlage anstellte. Was eine Erlösung in einem fast 50 Grad heißen Zelt. Zwischendurch habe ich mal unser altes Handy aus dem Zelt gehalten, um zu schauen, wie es draußen aussieht.

In the tent, we quickly stowed the technology and cameras in dust-proof bag and lay down on the bed and listened to the storm, which shook our tent and made everything waver. The storm meanwhile raged through the camp with a thunderstorm and caused so much dust that we were glad to be able to breathe through the scarves. However, it was also so hot in the tent, that we slowly startetd to melt away. Then we were redeemed because we got a visit, who kindly started the air conditioning. What a salvation in a nearly 50 degrees hot tent. In between, I once held our old cell phone out of the tent to see what it looks like outside.

Sahara Camp im Sansturm / Sahara Camp during Sandstorm

Irgendwann war der Sturm vorbei und wir wurden mit den anderen 4 Gästen zum Abendessen gerufen. Das fand in einem großen Gemeinschaftszelt statt und war sehr sehr lecker. Anschließend gab es wegen des Sturms zwar kein Lagerfeuer mit Musik und Tanz, aber auf die letzten beiden Sachen wollte man nicht verzichten und so sangen, trommelten und tanzten wir mit den Jungs aus dem Camp im Zelt. Spaß hatten wir auf jeden Fall und viel gelacht haben wir auch – und ich weiß jetzt, dass ich hoffnungslos unbegabt im Trommeln und singen bin.

At some point the storm was over and we were called to dinner with the other 4 guests. This took place in a large community tent and was very delicious. Then there was no campfire with music and dancing because of the storm, but we did not want to miss the last two things and so we sang, drummed and danced with the guys from the camp in the tent. We definitely had fun and we laughed a lot too – and I know now that I am hopelessly untalented in drumming and singing.

Desert Luxury Camp at night

Die Nacht war kurz, denn um 4:30 Uhr sollte schon der Wecker klingeln, damit wir den Sonnenaufgang anschauen konnten. Gute Nacht Wüste … leider diesmal ohne Sterne und Milchstraße…

The night was short, because we planned to get up at 4:30 am to watch the sunrise. Good night desert … unfortunately without stars and no milky way…

Teil 1 und Teil 2 und Teil 3 unseres Roadtrips sind auch online.

Part 1 and Part 2 and Part 3 of our roadtrip are also online.

Marokko 2019 / Morokko 2019

 

 

 

 

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