2. Foodwalk in Lissabon – Tram 28 – Campo de Ourique Food & Cultural Walk

Nachdem wir ja im letzten Jahr mit Taste of Lisboa bereits in einem Foodwalk das Maurenviertel von Lissabon erkundet haben, waren wir diesmal mit Filipa unterwegs im Stadtteil Campo de Ourique. Der Foodwalk ist etwas völlig anderes, als der durch die Mouraria, aber genau so inspirierend und vor allem: extrem lecker … Getroffen haben wir uns morgens mit Filipa und dem Rest der hungrigen Gruppe an der Endhaltestelle der Tram Nr. 28 im Stadtteil Campo de Ourique. Diese Haltestelle liegt direkt am riesigen Friedhof Cemitério dos Prazeres. Übersetzt heißt das übrigens Friedhof der Freuden, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass dieses Gebiet vorher mal ein beliebtes Ausflugsziel war.

Linie 28

Der Stadtteil Campo de Ourique ist ein richtig schön zusammengewachsener alter Stadtteil von Lissabon. Hier wohnt die ganze Familie, d. h. Eltern, Großeltern, Geschwister – man zieht hier einfach nicht weg. Inzwischen ist er auch richtig „trendy“ geworden. Filipa von Taste of Lisboa meinte, viele Menschen würden hier Ideen ausprobieren, denn wenn sie in Campo de Ourique funktionieren, funktionieren sie auch im Rest von Lissabon. So gibt es hier viele neue Restaurants, die die traditionelle portugiesische Küche weiterentwickelt haben und an Trends angepasst haben. Und genau solche Restaurants wollten wir uns ja anschauen.

Unser erster Stopp (übrigens morgens um 10:30 Uhr) war dann erstmal das kleine Café MBCM in der Rua Coelho da Rocha 99. In diesem Café gibt es den besten Schokoladen-Meringue-Kuchen der Welt – behauptet zumindest sein Besitzer Carlos Brás Lopez. Auf jeden Fall hat er es geschafft, einen mehrstöckigen, extremst fluffigen Schokokuchen zu kreieren. Zwischen mehreren Schichten lockerer und zarter Schokoladen-Meringue tummelt sich eine fluffige Schokocreme – unfassbar lecker! Ein Träumchen für Schokoholics 🙂 So leicht und fluffig war noch kein Schokokuchen, den ich bisher getestet oder selber gebacken habe. Dazu gab es einen vernünftigen Bica (Espresso) und so waren wir erst mal alle wach und aufnahmefähig, denn gefrühstückt hatte fast niemand aus der Gruppe – und besser war das, denn es gab sehr sehr viel zu probieren.

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Nach dem süßen Einstand gingen wir dann zum Mercado Campo de Ourique in der Rua Coelho da Rocha – ein wenig überfüllter, aber sehr feiner Markt, in dem Fisch, Obst, Gemüse, Käse verkauft werden. Es gibt aber auch feine Speisen, die direkt (wie beim Mercado da Ribeira – der Time Out Markthalle), die direkt frisch zubereitet werden. Die Auswahl an Speisen und Getränken ist sehr groß, sehr fein und es ist für jeden was dabei. Leckeren Wein gibt es auch, aber auch kleine Mitbringsel, wie z. B. die beliebten Canned Sardines von der Parceria das Conservas, die wir dann u.a. zu einem frischen Glas Roséwein testen durften. Ja, es war noch nicht mal Mittag 🙂 Zu den Sardinen gab es eine Leibspeise der Lissabonner – Fischrogen-Salat – für einige der Runde ein Experiment, für andere einfach nur lecker.

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Vom Mercado ging es dann weiter durch den wunderschönen Stadtteil, in dem kleine Plätze, schöne alte Häuser und nette kleine Straßen mit vielen Bäumen das Viertel sehr heimelig machen.

Campo de Ourique

Unser nächster Stopp in der Rua 4 de Infanteria war das kleine Restaurant Pigmeu (übersetzt: mein Schwein), in dem es wunderbar fein zubereitetes Schweinefleisch gab. Auf unserem sehr hübsch angerichteten Holzbrettchen lagen eine Fleischkrokette, ein Sandwich mit slow cooked Schweinefleisch und ein aromatischer Tomaten-Cracker. Dazu gab es eine leckeres Glas passenden Rotwein. Das Fleisch auf dem Sandwich war so zart und fein abgeschmeckt, dass wir alle restlos auffutterten.

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Doch schon leicht gesättigt, 🙂 huschten wir vor einem Regenschauer zur nächsten Attraktion – Moules & Beer, einem Restaurant ebenfalls in der Rua 4 de Infanteria gelegen. Hier standen frisch gebrautes hauseigenes Bier und Muscheln auf dem Tisch. Die Muscheln waren in einem tollen Sud aus Suppengemüse, Knoblauch, Koriander und Wein gekocht. Großartig und abgesehen von dem Koriander hat es geschmeckt, wie Rheinische Muscheln, die man ja auch hervorragend in Köln bekommt. Das Bier war kräftig und süffig und passte perfekt zu den Muscheln. Einfach nur lecker!

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Im Anschluss an die Muscheln, sausten wir wieder vor den dunklen Wolken flüchtend, zum letzten Wohnort von Fernando Pessoa, den die Portugiesen auch liebevoll als den Shakespeare von Portugal bezeichnen. In diesem Haus gibt ein kleines Restaurant Flagrante Delitro (Rua Coelho da Rocha 35), in dem typische Spezialitäten von Lissabon zubereitet werden. Die Chefin in der Küche hat dabei das Prinzip zu kochen, wie „La Mamma“ und nicht wie ein Küchenchef. Und genau so schmeckt es auch – einfach nur lecker! Wir bekamen zum Vinho Verde (grünen Wein) ein Bacalhau-Törtchen und einen typisch portugiesischen gekochten Reis mit Bakes Beans. Da die Chefin in der Küche wollte, dass alles auf den Punkt gegart ist, verpflichtete sie sogar Filipa, anzurufen und die Ankunftszeit mitzuteilen. Und: es war perfekt!

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Von dort aus schlenderten wir zur letzten Station unserer Tour, der Cantina da Estrela. (Rua Saraiva de Carvalho 35). Vorbei ging es an der dazugehörenden Hotel- und Restaurant-Fachschule, vor der aufgeregte Schüler im Anzug auf Ergebnisse warteten. Nebenan liegt das Hotel da Estrela, welchen von Schülern der Schule nebenan und ihren Ausbildern betrieben wird. Dasselbe gilt für das Restarant Cantina da Estrella. An beiden Orten gibt es immer wieder Veranstaltungen, wo die Schüler ihr Können unter Beweis stellen – und es lohnt sich! Im Sommer gibt es außerdem im Garten der Cantina ein Picknick, d.h. man sitzt zum Essen auf dem Rasen und bekommt Köstlichkeiten aus der Küche in einem Picknickkorb serviert. Laut Filipa ein tolle Veranstaltung.
In der Cantina bekamen wir zum Abschluss der Tour einen grünen Eistee mit Zimt und einen Sponge Cake – dieser besteht nur aus Eigelb und Zucker und einem kleinen bisschen Mehl zum Binden. Lustige Konsistenz aber wunderbar fluffig und extremst lecker. Mit dem Tee und dem Zimt darin ein echtes Highlight und ein toller Abschluss der Tour.

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Das Hotel da Estrela konnten wir uns leider nicht mehr anschauen, aber wenn das so toll ist, wie das Essen, was wir dort am nächsten Abend gegessen haben, dann ist das ein echter Geheimtipp!

Obrigada Filipa und Obrigada Lisboa!

 

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