Tapas in Malaga – die leckere Gourmet-Foodtour

Wie lernt man eine Stadt kennen? Diese Frage stellen wir immer wieder Menschen und haben schon viele unterschiedliche Antworten darauf bekommen. Die einen lesen vorher mehrere Reiseführer oder Zeitschriften, die anderen schauen Videos im Internet, es werden Freunde und Bekannte gefragt und Erfahrungen gesammelt. Wir haben für uns einen ganz anderen Weg gefunden – wir schauen uns an, was die Menschen in der Stadt essen, was es auf dem Markt zu kaufen gibt, was lokale Spezialitäten sind und so weiter … Für uns spiegelt sich die Seele einer Stadt in ihren Menschen, Traditionen und in ihrem Essen. Dementsprechend versuchen wir immer vorher herauszubekommen, was es denn wo an Leckereien gibt und – angekommen in der Stadt – versuchen uns dann „durchzufuttern“. Glücklicherweise gibt es ja inzwischen in vielen Städten Foodtouren, in denen netten Menschen ihre Stadt und Ihr Essen vorstellen. Leider gibt es aber Unmengen von Anbietern und die Schwierigkeit für uns ist es immer, herauszufinden, welches denn die Tour und der Anbieter ist, der uns am meisten Spaß macht und Neues zeigt bzw. probieren lässt. Unsere Foodtour, die wir in Malaga gemacht haben, war an besonderen Eindrücken wirklich nicht zu überbieten – sie war einfach großartig. Und lecker. Und so nett, dass wir wesentlich mehr Zeit mit Laura (unserem Food-Guide) verbrachten, als eigentlich geplant.

Die besondere Foodtour gibt es bei Tapas in Malaga – einem kleinen Anbieter, der eine sehr persönliche Art entwickelt hat, die Stadt und das Essen vorzustellen. Besonders ist an Tapas in Malaga, dass alle Touren „privat“ sind, d. h. man ist auch mal – so, wie wir – zu zweit. Keiner muss mit fremden Menschen durch Malaga laufen. Im Laufe der Tour wird dann auch erst entschieden, in welchem Restaurant was gegessen und was getrunken wird. So ist jede Tour völlig individuell. Und genau das war wunderbar und hat diese Foodtour – neben dem tollen Essen – zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht!

Wir sind also mit Laura alleine durch die Stadt gegangen und haben wir eine auf uns und unsere Wünsche maßgeschneiderte Tour bekommen, auf der wir natürlich auch noch viel Geschichte und Besonderheiten von Malaga erfahren haben.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Der erste Stop war in der Nähe des Geburtshauses von Picasso. Hier haben wir gemütlich einen Wein getrunken, Straßenmusikanten gelauscht und Laura hat für uns dann 3 wunderbare Tapas ausgewählt.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Als erstes gab es frittierte Blutwurstbällchen mit Apfelgelee. Eigentlich… eigentlich mag ich keine Blutwurst mehr, seit ich als Jugendliche im Rahmen eines Besuchs bei einer Klassenkameradin Blutwurst selber rühren musste. Aber, ich probiere auch wirklich fast alles. Die Bällchen waren traumhaft und mit dem süßen Gelee obenauf, ergab es eine Kombination, die besser nicht hätte sein können.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Als zweites Gericht gab es gebratenen Ziegekäse mit Roter Beete und karamelisierten Zwiebeln. Salzig, süß, cremig … einfach köstlich!

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Den Abschluss in der ersten Station machte eine gebratene Chorizo mit einer selbstgemachten Mayonnaise. Einfach nur lecker.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

In Malaga gibt es etwas Wunderbares – einen jährlichen Tapas-Wettbewerb (Concurso de tapas). Die Restaurants kämpfen jedes Jahr um den Titel und im Wettbewerb sind kreative und moderne Gerichte. Wer den Preis bekommt, entscheiden übrigens die Gäste, d. h. es muss schmecken und bei den Gästen ankommen! Was das für Leckereien sind, konnten wir in den beiden folgenden Restaurants selber erfahren.

Das zweite Restaurant, welches wir auf dem Foodwalk besucht haben, liegt mitten in der Stadt von Malaga in einer eher kleinen Gasse. In diesem Restaurant gibt es eine riesige Weinauswahl.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Der Weinkeller beinhaltet über 600 Weine aus allen Ecken dieser Erde – wie gut, dass wir hier nicht wählen mussten 😉 Laura suchte wieder wunderbare Speisen aus und den dazu passenden Wein. Vorab gab es einen „Gruß aus der Küche“ in Form von feinstem Iberico-Schinken. Laura kennt man hier und wir versuchten diesen hauchdünn geschnittenen Schinken, während wir warteten. Er zerschmolz auf der Zunge, so fein und dünn war er geschnitten.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Als erstes gab es einen in Gin gebeizten Lachs mit Roter Beete und einem Yuzu-Sorbet. Yuzu ist eine sehr aromatische kleine Zitrusfrucht, die hauptsächlich in Japan angebaut wird. Von der Yuzu kann man eigentlich alles nutzen, da es ein außergewöhnliches Aroma besitzt. Vielfach wird sie auch bei der Herstellung von Parfum verwendet. Die Kombination mit Gin ist – dank der starken Aromatik – ein Traum.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Nach dem Lachs gab es das hauseigene Ceviche – zart und unglaublich fein.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Im Anschluss daran, servierte man uns einen zarten Kabeljau in Sesam und auf einer Kokossauce. Mein persönliches Lieblingsgericht bis zu diesem Zeitpunkt. Einfach nur köstlich.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Als „Dessert“ gab es dann noch einen Taco – gefüllt mit Pulled Pork und frittierten Zwiebeln – aromatisch und sehr lecker. Von allen Speisen in diesem Restaurant hätte ich spontan eine große Portion gegessen, aber mein Favorit war der Kabeljau. (bisher …)

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Schon sehr glücklich mit dem bisherigen Essen, gingen wir mitten in die Stadt hinein. Hier reiht sich ein Restaurant an das andere und es sind – anders, als in vielen anderen Städten – nicht nur Restaurants für Touristen, sondern echte Highlights der Gastro-Szene in Malaga. In unserer letzten Station gab es zur Erklärung, was das Restaurant als Konzept hat und was wir essen werden, erst einmal einen wunderbaren Weißwein.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Anschließend gab es eine Abwandlung „DER“ Spezialität aus Malaga – ein Russian Salad, allerdings in einem völlig eigenen Stil. Etwas, was wir wahrscheinlich niemals selber bestellen würden. Laura tat es und wir waren in 5 Sekunden Fans dieses Salates. Diese Version besteht aus Stampfkartoffeln, einem gekochten Ei, leicht geräucherter Kabeljau-Mayonnaise, Lauch, schwarzer Oliventampenade und Orangenschnitzchen. Das Ganze wird angerichtet in einer Schüssel und, wenn man es fotografiert hat, dann wird alles miteinander verrührt. Das sieht dann nicht mehr so fotogen aus – schmeckt aber unglaublich lecker.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Nach diesem leckeren Russian Salad bekamen wir einen kleinen Ochsenschwanz-Burger in einem fluffigen Brötchen mit herzhaftem Bergkäse serviert. Sieht unspektakulär aus – war köstlich.

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Danach gab es einen mit japanischer Mayonnaise überbackenen Baby-Squid – soooo lecker und zart.

Den Abschluss machte das Highlight unseres Foodwalks. So gut, dass wir es am nächsten Mittag wieder dort gegessen haben. Marinierte Hähnchenstücke mit Knoblauch und Koriander und dazu eine süße und weiche Creme aus Sour Cream mit Tequila, Cointreau und Limette – unfassbar lecker. Ich mag ja süß und salzig in solchen Extremen nicht immer, aber in diese Kombination hätte ich mich hineinlegen können. Einfach nur lecker!

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

Insgesamt war das letzte Restaurant so gut, dass wir uns hier am nächsten Tag wieder spontan zum Mittagessen eingefunden haben und einige weitere Gerichte der Karte durchprobierten. Natürlich mit einem leckeren Glas Botani.

Dieser Foodwalk war der Beste, den wir bisher gemacht haben – was zu einem sehr großen Teil an der wunderbaren Laura lag, mit der wir unglaublich viel Spaß hatten.

Thank you very much to you Laura for your hospitality and the nice evening with this perfect food and wine!

Hope to see / meet you again!

Foodwalk mit „Tapas in Malaga“

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